Waschtipps – sauber, günstig und schonend waschen

Waschtipps gelten für alle Arten von Waschmaschinen, ob sie nun im Waschmaschinen Test als Testsieger gekürt wurden oder nicht. Mit der richtigen Handhabung kann man eine Menge sparen und vereinfacht die Reinigung der Textilien. Mit den passenden Regeln hat man eine Menge Vorteile. Energie, Waschmittel und Wasser können bei korrekter Anwendung gespart werden. Das erspart zudem unnötige Waschgänge und schont sowohl die Waschmaschine als auch die Kleidung. Wir zeigen ihnen wie sie ihre Wäsche sauberer kriegen und dabei noch sparen können.

Waschtipps für den Haushalt – richtiges Waschen

Wäsche richtig sortieren

Was bei jedem Waschgang vorher eingestellt werden muss sind einige Dinge die man beachten sollte:

Für jede Textilart gibt es das passende Waschprogramm. Man kann nicht alle Kleidungsstücke einfach zusammen waschen, denn Wolle, Seide, Funktionswäsche, dunkle Kleidung, feine Stoffe, und weitere Textilien können nicht mit dem gleichen Programm gewaschen werden. Es kann die Kleidung schädigen und das wäre nicht so schön. Darum wäre es wichtig die Textilart zu kennen (auch auf dem Pflegeetikett angegeben, der an der Kleidung angenäht ist), um dafür das richtige Programm zu starten.

Ebenfalls ist die Temperatur ein großes Thema beim Wäsche waschen. Es kann sein, dass einige Kleidungsstücke mit niedrigen Temperaturen und andere wieder mit höheren gewaschen werden können.

Tipp: Wenn sie zu oft mit niedrigen Temperaturen waschen, können sich Bakterien bilden, welche die Waschmaschine zum Stinken bringen. Man sollte Textilien zusammen waschen, die möglichst die gleiche Temperatur abkönnen. Die Waschtemperatur ist ein entscheidender Faktor.

Weniger verschmutzte Textilien sollten nicht mit stark verschmutzten gewaschen werden. Getrennt kann man dabei ebenfalls eine Menge an Energie und Wasser sparen. Mittlerweile gibt es Waschmaschinen mit Waschprogrammen die gezielt auf Fleckenarten (Blut, Gras, Wein) entwickelt wurden.

Dunkle, weiße und bunte Wäsche sollten sie unbedingt immer getrennt in die Waschmaschine geben. Das verhindert, dass die Textilien erstens verblassen oder sich gegenseitig abfärben. Mit speziellen Waschmitteln für weiße und dunkle Wäsche bekommen sie ihre Kleidungsstücke rein und behalten auch das frische Aussehen.

Tipp: Durch die Trennung durch drei verschiedene Behälter ersparen sie sich Zeit und können auch gleich sehen, welche Wäsche sie am dringendsten waschen sollten.

Das Pflegeetikett hilft auch unerfahrenen die Textilart einzuordnen. Auf dem Etikett können sie genau erkennen um welches Wäschestück es sich handelt, aus welchem Material es besteht und wie hoch die Temperatur sein soll und ggf. ob es gebügelt werden darf und im Trockner getrocknet werden darf. Es gibt auch gewisse Kleidung die durch einen Pflegehinweis gekennzeichnet sind und ggf. nach innen (auf links) gezogen werden müssen.

Wäsche vorbehandeln oder nicht?

Frische Flecken lassen sich einfacher entfernen wenn sie sofort behandelt werden. Hartnäckige Flecken wie Wein, Blut und Gras sollte man schon vor dem Waschgang mit besonderen Fleckenmitteln bzw. Hausmitteln behandeln. Dabei behandelt man die Flecken mit dem Mittel und lässt diese eine Zeitlang einwirken bzw. eintrocknen lassen, bevor man den Waschgang in Gang setzen kann. Eine zusätzliche Möglichkeit wäre, Fleckensalz mit in die Waschtrommel zu geben. Das schont gleichzeitig die Umwelt und kann auch auf Dauer Kosten sparen.

Wie man Waschpulver richtig dosiert und weitere Waschtipps und Fleckentipps erfahren sie weiter unten.

Richtige Waschtemperatur einstellen

Bei welcher Temperatur die jeweiligen Textilien gewaschen werden dürfen, ist auf dem Pflegeetikett hinterlegt. In der Bedienungsanleitung der Waschmaschinen sind ebenfalls Textilien Arten kategorisiert und die passen Waschtemperatur dafür angegeben. Kategorisierung nach Textilart:

  • Fein-, Funktionswäsche und Wolle darf man bis max. 30°C waschen
  • Bunte Kleidung sollte man bis max. 40°C waschen
  • Weiße Textilien kann man bis 60°C waschen
  • Kochwäsche kann man bis 90°C reinigen

Sind die Waschprogramme wirklich so heiß wie angegeben?

Zwar sind Gradzahlen angegeben, jedoch kann sich nicht darauf verlassen, dass diese auch die angegeben Waschtemperatur erreichen. Im Test 2011 von der Stiftung Warentest wurde festgestellt, dass einige Programme die mit 40°C angegeben wurden in der Praxis bis zu 47°C erreicht haben. Andere Waschprogramme die eigentlich mit 60°C waschen sollten, erreichten eine Temperatur von ca. 40°C. Dies betraf fast alle Waschmaschinenmodelle.

Das beeinträchtigt jedoch die Reinigungswirkung überhaupt nicht, da in den 60°C Programmen länger gewaschen wird. Im Gegensatz kann es aber bei dem empfindlichen Textilien die nur bei 40°C gewaschen werden dürften unter den zu hohen Waschtemperaturen leiden.

Tipp: Gehen sie eine Nummer sicher und waschen sie Textilien mit 40 Grad Angabe lieber mit einer Waschtemperatur von 30°C.

Sind alle Textilarten geeignet von dem Schleudergang?

Es gibt sehr sensible Kleidungsstücke, die im Schleudergang kaputt gehen könnten. Es gibt jedoch neue Waschmaschinen mit speziellen Waschprogrammen für solche Textilarten. Dafür werden die Schleuderdrehzahlen heruntergesetzt und die Waschmethodik angepasst. Pfleglich Wäsche sollte man daher ganz besonders schonend waschen und die Waschprogramme verwenden, die speziell für diese gemacht sind. Waschmaschinen im Test haben gezeigt, dass man die Umdrehungen pro Minute auch manuell für jedes Waschprogramm einstellen kann.

Pflegeetikett Symbole – was bedeuten sie?

Die Symbole auf dem Etikett sind relativ einfach zu verstehen. Auf der Seite von Persil kann man alle Pflegesymbole anklicken und schauen wofür sie eigentlich stehen.

Waschmaschine befüllen

Grundsätzlich wäscht man günstiger und effizienter, wenn man die Maschine vollbeladen startet. Damit wäscht man sparsamer, günstiger und effizienter. Das kann man jedoch nicht bei allen Waschprogrammen so machen, denn diese haben auch eine max. Füllmenge.  Dabei wird die Wäsche in beiden Fällen sehr gut sauber.

Tipp: Beladen sie die Waschmaschine nicht zu voll, da auf Dauer die Maschine auch beschädigt werden kann und beispielsweise die Waschtrommel nicht mehr dreht.

Wie viel man befüllt und welches Programm welche Menge aufnehmen darf, kann man auch anhand der Bedienungsanleitung erfahren. Weitere Grundsätze:

  • Waschmaschine kann ruhig voll beladen werden, jedoch sollte man hier nicht übertreiben und mit Gewalt noch Wäschestücke reinstopfen. Lassen sie ruhig ein wenig Raum. Stopft man diese zu voll, kann sich die Wäsche nicht mehr richtig drehen.
  • Woll- und Feinwäsche sollte man nur mit halber Menge befüllen. Es schont die Textilien und verhindert Beschädigungen.
  • Es kommt generell nicht nur auf das Gewicht an, sondern auf die Menge der Waschkleidung. Befüllen sie die Maschine mit angemessener Menge, damit die Kleidung sich auch drehen kann.

Wann spare ich Zeit, Wasser und Strom?

Wenn sie die Waschmaschine mit der höchstmöglichen beladen, sparen sie sich weitere Waschgänge und damit auch Kosten, Strom und Wasser bzw. auch Zeit.

Halbvolle Ladungen verbrauchen generell genauso viel wie eine voll beladene Waschmaschine. Gute Waschmaschinen haben jedoch eine Mengenautomatik, die die Menge erkennen und somit auch den Verbrauch an Wasser und Energie effizient einstellen. Waschprogramme kann man zusätzlich auch verkürzen und dadurch ebenfalls sparen.

Waschmittel richtig dosieren

Beim Dosieren des Waschmittels muss man drei Dinge einbeziehen. Das wären Härtegrad des Wassers, der Verschmutzungsgrad und die Waschmenge. Anhand dieser drei Faktoren bestimmt man, wie viel Waschmittel man benötigt. Auf der Verpackung des Waschmittels können sie anschließend erkennen wieviel Flüssig- bzw. Pulverwaschmittel verwendet werden muss. Die passende Dosierung finden sie daher auf der Waschmittelverpackung. Die Dosierungsangaben sind hoch angesetzt, sodass eine zu niedrige Anwendung ausgeschlossen  ist.

Wäsche ohne Überdosierung rein waschen

Zwar gibt es deutliche Hinweise und Infos zur Verwendung auf den Verpackungen von Waschmitteln jedoch hat eine Umfrage ergeben, dass fast 90 Prozent aller Beteiligen zu viel Waschmittel verwenden. Beachtet man dies kann man eine Menge im Jahr sparen. Neuste  Modelle von Miele und Co. haben sogar eine Dosierautomatik, die das automatisch für sie übernimmt und die perfekte Dosis anwendet. Für manuelle Dosierung sollte man folgendes beachten:

  • Schauen sie sich die Dosierungshinweise des Waschmittels an und verwenden sie nicht mehr als angegeben. Sollte die Wäsche sauber und rein sein können sie die empfohlene Menge in Zukunft immer wieder anwenden. Sollte das nicht ihren Wünschen entsprechen erhöhen sie die Menge ein wenig und schauen nochmal.
  • Durch Ausprobieren bekommen sie ein Händchen für die perfekte Waschmittelmenge.
  • Je weniger Waschmittel verwendet wird, desto weniger spült die Waschmaschine, was eine erhebliche Menge an Wasser spart.

Im Waschmaschinen Test gibt es genügend Modelle die diese Aufgabe mit der automatischen Dosierung für sie übernehmen und ihre Waschmittel effizient verwenden. Dafür sind in der Waschmaschine zusätzlich Vorratsbehälter integriert, wo das Pulverwaschmittel und das Flüssigwaschmittel hinein kommen. Die Testsieger der Stiftung Warentest sind die ideale Lösung dafür.

Entkalker anwenden?

Die Stiftung Warentest hat verdeutlicht, dass Entkalker unnötig sind, da im Waschmittel bereits diese Stoffe enthalten sind und der zusätzliche Einsatz somit sinnlos wäre. Das wären unnötige Ausgaben, die keinen Mehrwert bieten würden.

Flecken Tipps für Fleckenarten

Es gibt Fleckenarten die sehr schwer raus zu kriegen sind und darum bestimmte Anwendung brauchen. Wir zeigen ihnen Experten Tipps wie sie auch schwere Fleckenarten loswerden können. Diese können bei unterschiedlichen Materialien wie Seide, Kaschmir und anderen sensiblen Stoffen jedoch nicht angewendet werden. Hierfür wäre eine professionelle Reinigung sinnvoller.

Blut und Rotwein: Diese Fleckenart kommt sehr häufig vor und ist generell sehr schwer zu entfernen. Sollte man dieses Problem haben, kann man auf dem feuchten Bereich ein trocknes Tuch oder Serviette drauf halten bis nichts mehr aufsaugbar ist. Ein Baumwolltuch bewirkt wahre Wunder, wenn man diesen auf den Fleck über Nacht drauf lässt. Dieser zieht die Feuchtigkeit und die Farbpigmente aus dem Stoff.

Fett und Öl: Tenside sind für solche Flecken die perfekte Lösung. Dafür reicht es wenn man Spülmittel auf ein Tuch gibt und die Stelle damit betupft.

Eiweiß: Milch und Ei können mit kaltem Wasser ganz schnell behandelt werden. Ein wenig Spülmittel dazu und der Fleck sollten schon raus sein.

Zucker und Honig: Warmes Wasser ist für Fleckenarten mit Zucker perfekt. Darüber fließen lassen und der Fleck sollte bereits verschwinden.

Früchte, Säfte, Cola, Kaffee, Tee: In diesen Fleckenarten sind Gerbstoffe, die Verfärbungen verursachen. Darum sollte man mit Wasser und Spülmittel die Stelle behandeln und am besten so schnell wie möglich. Sollte man die Stelle noch sehen, kann man zusätzlich Zitrone anwenden. Salzwasser sind bei solchen Flecken ebenfalls sehr effektiv. Für Schokolade und Ketchup eignet sich Seifenlauge. Sollten die Fabpigmente nicht verschwunden kann man diese zusätzlich mit einem Bleichmittel behandeln. Beim Bleichen sollte man jedoch vorsichtig sein und lieber mal googlen ob man das an dem Stoff anwenden kann.

Man sollte auch daran denken, dass man nicht reibt sondern tupft, da man sonst die Struktur der Oberfläche zerstören könnte. Der Schmutz geht auch mit dem Tupfen weg.

Fleckenprogramme

Spezielle Fleckenprogramme wie in den Waschmaschinen im Test sind gezielt auf solche Probleme ausgerichtet. Mit diesen Waschprogrammen lassen sich schwere Fleckenarten wie Blut, Kaffee, Erde, Gras problemlos entfernen. Durch diese Programme werden Flecken effizient durch aufweichen und ausspülen entfernt. Temperatur und Waschmittelmenge werden an den Flecken Arten angepasst. Starke Flecken sollte man jedoch vorher behandeln. Das erspart Wasser und Kosten, denn die Waschmaschine braucht weniger aufzuweichen.